Pflanzliche Heilmittel bei Magen-Darmbeschwerden

Durchfall
Durchfälle können – speziell bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Personen – zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Daher bei kleinen Kindern sofort einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Fieber auftritt, wenn Blut im Stuhl ist oder wenn starke krampfartige Beschwerden auftreten, muss der Arzt die Ursache abklären.
Akute, unspezifische Durchfallerkrankungen können mit Zubereitungen behandelt werden, die einen hohen Gerbstoffgehalt aufweisen.
In leichten Fällen eignen sich daher getrocknete Heidelbeeren, sie sind wohlschmeckend und es sollten ca. 5 bis 10 g mehrmals am Tag gekaut werden. Vorsicht: frische Heidelbeeren wirken in größeren Mengen abführend! Altbewährte Hausmittel sind Schwarzer Tee (nicht stark ansetzen, aber 10 Minuten ziehen lassen; Gehalt an Coffein speziell bei Kindern berücksichtigen!) und Kakaopulver (mit Wasser zu einem Brei verrührt). Wissenschaftlich gut untersucht ist die Karottensuppe nach Moro: Dazu werden Karotten schonend und lange zu einem Brei verkocht, der mit Rindsuppe verdünnt angewendet wird. Durch den Kochvorgang werden manche Inhaltsstoffe der Karotte umgewandelt, die Abbauprodukte verhindern, dass sich Bakterien an der Darmschleimhaut festsetzen können. Dieses altbekannte, mit modernen wissenschaftlichen Methoden bestätigte Hausmittel eignet sich auch zur kurzfristigen Behandlung von Durchfällen bei kleinen Kindern. Bei Reizdarm sind Arzneimittel, die ätherisches Pfefferminzöl enthalten, empfehlenswert. Für die sichere Anwendung muss das ätherische Öl in Kapseln verarbeitet sein, die sich erst im Darm auflösen. So kann der Magen geschont werden.

Verstopfung
Der Gebrauch von Abführmitteln – auch wenn diese natürlichen Ursprungs sind – sollte stets mit großer Vorsicht und ausschließlich kurzfristig erfolgen. Abführmittel sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn mit allgemeinen Maßnahmen wie ausreichender Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffreicher Nahrung oder körperlicher Betätigung keine ausreichende Veränderung erzielt werden kann. Eine Behandlung sollte immer mit mild wirkenden Substanzen wie z.B. Leinsamen, getrockneten Früchten oder Milchzucker beginnen. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Stark wirksame Abführmittel wie Sennesblätter, Rhabarberwurzel oder Faulbaumrinde sollten nicht länger als 1 bis 2 Wochen ohne Unterbrechung angewendet werden, da der Ionenhaushalt des Körpers gestört wird. Standardisierte Arzneimittel erlauben eine sehr exakte individuelle Dosierung. Eine Anwendung derartiger Arzneimittel bei Kindern wird nicht empfohlen. Mit einem Wirkungseintritt ist etwa 8 Stunden nach Einnahme zu rechnen. Während der Behandlung kann sich der Harn verfärben, dies ist aber unbedenklich.
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