Spannungskopfschmerz und Migräne

Kopfschmerzen sind die häufigste Erkrankung in unseren Breiten.
50% der Erwachsenen leiden darunter. Besorgniserregend ist auch die steigende Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen. So kennen laut der Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft bereits mehr als ein Drittel aller Teenager die Qual der wiederkehrenden Kopfschmerzen.

Das Wetter…

Neue Studien belegen einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und den Kopfschmerzattacken. Demnach verursachen vor allem Wetterwechsel Schmerzen im Kopf – können doch instabile Wetterlagen für den gesamten Körper »purer Stress« sein. Hinzu kommt, dass Blutgefäße, Nerven und Muskeln sehr nah an der Oberfläche des Kopfes liegen, weswegen sich diese schon bei geringen Temperaturabfällen zusammenziehen – was Kopfschmerzen auslösen kann. Dagegen kann man sich zwar kaum schützen, es kann aber helfen, sich bei nasskaltem Wetter eine Mütze aufzusetzen, so dass der Kopf weniger abkühlt.

Ursachen unbekannt
Die eigentlichen Ursachen der Kopfschmerzen sind dagegen bis heute nicht komplett erforscht, auch wenn die Krankheit so weit verbreitet ist. „Wie der Name schon sagt, geht man bei Spannungskopfschmerzen davon aus, dass verspannte Muskeln das Problem sind“, erklärt der Leiter des Forums Schmerz vom Grünen Kreuz, Dr. Dietmar Krause. Das zumindest ließen die Symptome wie beidseitiger, dumpf drückender Schmerz leichter bis mittlerer Intensität vermuten. Die mit wesentlich stärkeren gesundheitlichen Einschränkungen verbundene Migräne hingegen hat wahrscheinlich andere Ursachen. „Studien weisen darauf hin, dass eine Überaktivität der Nerven des Hirnstamms dafür verantwortlich ist“, erklärt der Experte. Dies wiederum setze übermäßig viele Botenstoffe wie Serotonin frei, so dass die Blutgefäße im Gehirn anschwellen. „Diese Schwellung drückt auf die umliegenden Nerven und löst einen pulsierenden, pochenden Schmerz aus.“

Migräne oder Spannungskopfschmerz?
Abhängig vom Kopfschmerztyp müssen die Betroffenen unterschiedliche Therapieformen wählen. Während bei reinen Spannungskopfschmerzen auch ein Spaziergang an der frischen Luft helfen kann, sollten laut Krause vor allem Migränepatienten möglichst schnell mit entsprechenden Medikamenten Abhilfe schaffen. „Viele Patienten wissen aber gar nicht, dass Migräne und normale Kopfschmerzen verschieden behandelt werden und leiden unnötig lange.“ Daher sollten kopfschmerzgeplagte Menschen mit ihrem Arzt klären, um welche Schmerzform es sich bei ihnen genau handelt.

Migräne - unterschiedliche Auslöser
Einer von zehn Menschen in Österreich leidet an Migräne. Migräne ist zwar eine von zahlreichen Kopfschmerzarten, aber jene mit den unangenehmsten Begleiterscheinungen wie Wahrnehmungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Die Auslöser einer Migräneattacke können individuell sehr unterschiedlich sein. Diese auslösenden Reize zu kennen, kann einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung der Kopfschmerzanfälle leisten, wie der Neurologe Dr. Frank Bergmann erklärt. Häufig werden die Anfälle etwa durch unregelmäßigen Tagesablauf und Schlafmangel begünstigt. „Auch zu wenig Flüssigkeitszufuhr sowie der Genuss von Kaffee oder schwarzem Tee, die entwässernd wirken, können Attacken fördern. Oftmals helfen Entspannungstechniken oder leichter Ausdauersport wie Schwimmen oder Laufen, die Migräne-Häufigkeit zu verringern“, rät Bergmann. Auch Akupunktur und Biofeedback können die Häufigkeit von Migräneattacken vermindern. „Daneben kann einigen Betroffenen das Führen eines Schmerztagebuches sowie eine Verhaltenstherapie helfen, herauszufinden, welche Situationen Migräneattacken begünstigen, und Strategien zu entwickeln, mit diesen Situationen anders umzugehen“, empfiehlt Bergmann. Bei mehr als zwei Anfällen im Monat oder Attacken, die länger als 72 Stunden andauern, bietet sich eine medikamentöse Prophylaxe an. „Keinesfalls sollten Schmerzmittel, die bei akuten Kopfschmerz­attacken verwendet werden, an mehr als zehn Tagen im Monat eingenommen werden, da dies zur Entstehung eines Dauerkopfschmerzes führen kann“, warnt der Experte.

Migräne wird häufig unterschätzt

Ein Großteil der Betroffenen lässt die Beschwerden nicht medizinisch abklären, da Migränekranke noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen haben. „Die Meinung, Migräniker seien Hypochonder oder hysterisch, ist leider noch immer weit verbreitet“, so Prim. Univ. Prof. Christian Lampl, Vize-Präsident der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft: „Das verstärkt den Leidensdruck auf die Betroffenen, die sich scheuen zum Arzt zu gehen und daher im Stillen leiden, obwohl ihnen mit einer individuellen Behandlung meist sehr gut geholfen werden kann.“ Stattdessen versuchen viele, sich selbst zu therapieren. Diese Betroffenen vergeben so die Chance auf eine ihren Bedürfnissen entsprechende und wirkungsvolle Kopfschmerzbehandlung. Beim Migräne-Kopfschmerz gilt beispielsweise eine ärztlich überwachte, medikamentöse Schmerzbekämpfung mit der modernen Triptan-Therapie als effiziente Behandlung.

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